Äthiopien 2018

von den Felsenkirchen des Nordend bis zu den Völkern des Südens

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Tag 01 in Äthiopien 22.09.2018 Nach einem langen Nachtflug sind wir in Addis Abeba angekommen und besuchen unser Aller Uhrgroßmutter Lucy im Nationalmuseum. Lucy ist ca. 3,2 Millionen Jahre alt. Wir fahren durch die quirlige Hauptstadt zu einem Hügel, um einen besseren Überblick zu haben. Noch schnell zur Afrikanischen Union, dann ist der Tag auch schon rum.

Tag 02 in Äthiopien 23.09.2018 Wir sind nach Bahir Dar geflogen. Bahir Dar liegt auf 1840 m am Südufer des Tanasee. Wir fahren durch die typische afrikanische Kleinstadt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zu den Tissat Wasserfällen des Blauen Nil. Die Brücke haben 1626 die Portugiesen hinterlassen, Cristóvão da Gama, ein Sohn von Vasco da Gama. Da wir kurz nach der Regenzeit da sind, rauscht ordentlich Wasser des aus dem Tanasee abfließenden Blaue Nil auf 400 m Länge über 41 m in die Tiefe.

Heut fahrn wir übern See…. Über den Tanasee zur Halbinsel Zege um dort die Klosterkirche Ura Kidane Mehret aus dem 14. Jh. zu besuchen. Die Kirchen ist eine typische äthiopischen Rundkirche mit einem äusseren Rundgang und eigenen reichlich bemalten inneren Rundgang. Die Liebliche Geschichte wird praktisch als Comic erzählt, als Kirchenglocke dient ein Phonolit, ein Stein, der klingt, wenn man dagegen schlägt. Auf der Rückfahrt kommen wir noch an echten Nilpferden vorbei. Ein Fischer in einem Kanu, „Tankwas“ genannt, aus Papyrus hat einige Pelikane im Schlepptau, die er für Fotos mit Fischen anfüttert. Wir fahren nach Gonder, manchmal auch Gondar genannt, einer ehemaligen Hauptstadt. Die Fahrt geht über Land. Am Nachmittag erreichen wir Gonder (2133 m) und besuchen noch die rechteckige Klosterkirche Debre Birhan Selassi von 1694 mit der berühmten Engelsdecke.

Tag 04 in Äthiopien 25.09.2018 Wir besuchen dem Palastkomplex Fasil Ghebbi, in dem sich zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert, mehrere äthiopischen Kaiser ihre Paläste gebaut haben. Die Anlage ist weitläufig und mehr oder weniger gut erhalten. Vor der Stadt befindet sich noch ein kleines Wasserschloss, das sogenannte Bad des Fasilides (1603-1667). Ein kleines Wasserschloss, das von der äthiopischen Kirche einmal im Jahr als riesiges Taufbecken benutzt wird. Am Nachmittag wandern wir in wirklichem ländlichem Raum. Es wird noch mit Hakenpflug gepflügt und mit Sichel geerntet. Gegen Abend erreichen wir Debarq auf 2850 m.

Tag 05 in Äthiopien 26.09.2018 Wir fahren in den Simien Nationalpark auf 3200 m. Kurzfristig können wir ein Dorf besuchen und sehen den Erfolg des Ofenmacher Projekts sehen, den Unterschied zwischen kochen am offenen Feuer und kochen mit einem einfachen Lehmofen, der von ausgebildeten einheimischen Ofenbauern errichtet wird. Anschliessend treffen wir auf eine Herde von ca. 300 Dschelada oder auch Blutbrustpaviane genannt. Wir können über eine Stunde mit den friedlichen Grasfressern mitlaufen und bis auf ca. 3-4 Meter ran. Das Wetter wechselt häufig zwischen Nebel und Sonne hin und her, so dass verschiedene Aus- und Tiefblicke möglich sind. Zum Abschluss besuchen wir den Jimbar-Wasserfall der 800 m tief in den Geech Abyss Canon rauscht. Einige Weißring- Adler haben sich auch eingefunden. Am Nachmittag erleben wir noch eine äthiopische Kaffee-Zeremonie.

Tag 06 in Äthiopien 27.09.2018 Am Morgen werden wir kurz zum Fest des waren Kreuz gebeten. Es gibt Kaffee, ein Opferlamm, Tänze Trommeln und Gesang. Leider müssen wir weiter. Heute ist ein Fahrtag, wir fahren durch interessante Landschaften und über den Fluss Tekeze bis nach Axum (2100), der Hautstadt der spätantiken Axumitischem Reich.

Tag 07 in Äthiopien 28.09.2018 Axum. Das Axumitische Reich bestand vom 1. bis 10. Jahrhundert und erstreckte sich bis Jemen. Man weiss sehr wenig drüber, viele Erkenntnisse stammen noch aus der Expedition von 1095/1095 unter Leitung von Enno Littmann, die Kaiser Wilhelm II. privat bezahlt hat. Wir sehen die bis zu 25 Meter hohen und 170 Tonnen schweren Stelen von Axum, die jeweils über einer Grabanlagen stehen. Wir besuchen im benachbarten Kirchenkomplex die neue (1950) und die alte (17. Jh.) Kirche St. Maria von Zion. Auf dem Gelände steht auch das Haus der Bundeslade, welches nicht betreten werden darf. Ein einsamer Mönch, der Wächter der Bundeslade, wacht über die originale Lade. Ein Wasserreservoir wird hochtrabend das Bad der Königin von Saba genannt. Wir besuchen die Ruinen der Gräber der Könige Kaleb und Maskal und den Ezana-Stein mit seiner Inschrift in den 3 Sprachen Sabäisch, Ge`e z (Aksumitisch) und Altgriechisch dem Schlüssel zu den alten Sprachen. Vor der Stadt stehen die Reste des Palasts der Königin von Saba, was nicht war sein kann dann müsste die Dame über 1000 Jahre alt geworden sein. Es handelt sich um den Dongurpalast aus 10. Jahrhundert.

Tag 08 in Äthiopien 29.09.2018 Am Vormittag fliegen wir von Axum nach Lalibela (2500 m), dem Ort der Felsenkirchen. Die Kirchen sind monolithisch aus dem Basalt-Tuff gehauen und sind im 12. und 13. Jahrhundert entstanden. Es gibt 11 Kirchen, die in drei Komplexe eingeteilt sind. Gleich nach der Ankunft besuchen wir den bunten örtlichen Markt. Interessant sein die geflochtenen Frisuren der Frau aus dieser Region. Am Nachmittag besuchen wir den ersten Kirchenkomplex, die nordöstliche Gruppe mit Bet Medhani Alem ( 33 x 23 x 11 m) und damit die größte monolithische Kirche der Welt, mit Bet Mariam (15 x 11 x 10 m hohe) auch Marienkirche genannt und Hofkapelle König Lalibelas, mit Bet Maskal die Kleine Kreuzkapelle, mit Bet Denagel, der Jungfrauen-Kapelle und die Doppelkirche Bet Golgatha und Bet Debre Sina. Die Kirchen sind zum Schutz gegen Regen und der damit verbunden Erosion mit einem notwendigem, aber wenig vorteilhaftem Dach überbaut.

Tag 09 in Äthiopien 30.09.2018 Am Vormittag wandern wir zu der auf dem Ashen (3150 m) gelegenen semimonolithischen Mariam Kloster-Kirche. Das dauert ungefähr 2,5 Stunden. Man hat einen schönen Überblick über Lalibela und die umliegende Landschaft. Da gerade Sonntag ist feiern die Mönche gerade mit Trommel, Gesang und Sistrum die heilige Messe, wir werden sofort dazu gebeten. In den benachbarten Kirchen bekommen wir bei Kerzenlicht stolz die Kirchenschätze, wie Handkreuz und alte, bunt gemalte Bibeln präsentiert. Am Nachmittag besuchen wir die südöstliche Gruppe Felsenkirchen mit der Doppelkapelle Bet Gabriel-Raphael, Bet Lehem, Bet Merkarios, die auch schon Gefängnis war, Bet Amanuel, einer 3-schiffige Basilika, Bet Abba Libanos. Zwischen Bet Lehem und Bet Merkarios liegt ein dunkler Gang, die Hölle.

Tag 10 in Äthiopien 01.10.2018 Heute ist der letzte Tag in Lalibela und überhaupt der letzte Tag im Norden. Am Vormittag besuchen wir noch eine letzte Felsenkirche, diesmal ohne Dach, Bet Ghiorgis. Die St. Georgs-Kirche das perfekteste und jüngste Bauwerk in der Form eines Templerkreuzes mit 12 x 12 x 12 m. Am Mittag fliegen wir nach Addis Abeba und fahren gleich weiter in Richtung ostafrikanischer Grabenbruch, dem Rift Valley. Wir übernachten an einem See in Debre Zeyit im Oromo Gebiet.

Tag 11 in Äthiopien 02.10.2018 Da heute hauptsächlich „Strecke“ gemacht wird, beginnen wir den Tag mit einer kurzen Wanderung am Kratersee Hora, wir sehen Eisvögel, Reiher und Ibisse. Am See werden auch die Rinder gewaschen. Wir fahren durch vielfältig wechselnde Landschaft bis nach Welayta Sodo.

Tag 12 in Äthiopien 03.10.2018 Wir fahren nach Konso. Der Ort ist nach der im Gebiet ansässigen Volksgruppe benannt. Die Konso sind berühmt für ihren Terassenbau. Dieser ist auch UNESCO Weltnaturerbe. Mit einem Führer aus der Gruppe der Konso besuchen wir ein Dorf, dass durch mehrere Ringmauern geschützt ist.

Tag 13 in Äthiopien 04.10.2018 Wir kommen ist Omo Gebiet. In Key Afer besuchen wir den Wochenmarkt, der in einen Viehmarkt und in einen allgemeinen Markt unterteilt ist. Auf dem Markt kommen die Volksgruppen der Umgebung, die Ari, die Hamar und die Tsemay. Am Nachmittag fahren wir in den Mago Nationalpark zu unserem Zeltlager am Rande eines Dorfes der Mursi. Am Abend laufen wir noch eine kurze Strecke mit dem Medizinmann, der einige Pflanzen erklärt.

Tag 14 in Äthiopien 05.10.2018 Der Tag beginnt mit einem Fototermin, nachdem mit dem Chiefman ein Preis ausgehandelt ist dürfen mehr oder weniger gestellt Fotos gemacht werden. Später kosten Fotos ca. 15 Cent pro abgebildeter Person. Die Fotosessions sind für die Mursi eine Einnahmequelle. Wir fahren weiter nach Jinka und unternehmen noch einen Spaziergang um den Ort, der mit einem Strassenbingo endet.

Tag 15 in Äthiopien 06.10.2018 Wir sind im Gebiet der Hamar. Am Vormittag besuchen wir den Markt in Demeka. Auch dieser ist getrennt in Viehmarkt, eher Männersache und sonstigen Markt, eher Frauensache aber nicht ausschließlich. Am Nachmittag erreichen wir Turmi. Nach einem heftigen Regenschauer besuchen wir ein Dorf der Hamar. Fotos gerne aber gegen 5 Birr (15 Cent) pro Person.

Tag 16 in Äthiopien 07.10.2018 Jetzt geht es zurück nach Norden in Richtung Addis, die Fahretappen werden wieder länger. Wir machen noch einmal Halt im Gebiet der Konso und wandern durch die Terrassenfelder. Die Strasse ist, wie immer für alle da Menschen, Tiere, Fahrzeuge. Wir machen einen kurzen Stopp an Bienenkörben und am Chamosee. Wir übernachten in Abar Minch auf 1280m.

Tag 17 in Äthiopien 08.10.2018 Der Chamosee ist 9 m tief und misst 32 x 13 km, er liegt auf 1110 m und gehört zum Nechisar Nationalpark im Gebiet der Volkgruppe der Dorze. Wir unternehmen einen Bootsfahrt und sehen Pelikane, Fischadler, einen Nilwaran, Nilkrokodile die faul in der Sonne liegen und Flusspferde. Am Nachmittag fahren wir zu den Dorze nach Chencha auf 2730 m. Da es geregnet hat wird das eine schlammige Angelegenheit. Nach einem spontanen Besuch auf dem lokalen Markt laufen wir durch das Dorf und erfahren bei einer Familie, wie man aus der Ensete (falsche Banane) Brot herstellen kann.

Tag 18 in Äthiopien 09.10.2018 Heute ist ein langer Fahrtag. Wir kommen durch das Gebiet der Wolayta. Uns kommen ständig mit Menschen vollbesetzte Karren entgegen und ja, es passen 5 Mann auf ein Motorrad. Wir übernachten am Luganosee auf 1582 m.

Tag 19 in Äthiopien 10.10.2018 Letzter Tag in Äthiopien. Wir fahren zum Zway See, er misst 25 x 20 km entspricht 440 Quadratkilometer und ist 9 m tief, auf einer Höhe von 1636 m. Dort gibt es wieder viele Vögel zu beobachten wie den Marabu, den Hammerkopfreiher, den Malachiteisvogel, den Ibis und einige andere mehr. Den letzten Halt gibt es an den Stelen von Tiya, 32 Basaltstelen Herkunft, Alter und Bedeutung leider noch unbekannt.